Abfluss reinigen: Warum Vorsorge besser ist als Heilung
- Anna B.
- Dusche und Bad
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Abfluss reinigen: Warum Vorsorge besser ist als Heilung

Wenn Sie Ihren Abfluss reinigen, geht es meist um die Beseitigung von Blockaden. Diese entstehen oft schleichend. Im Bad sind es meist Haare, Reste von Seife und Hautschuppen, die sich im Siphon verfangen. In der Küche hingegen sind Fett, Speisereste und Essensreste die Hauptübeltäter für eine Verstopfung.
Ein verstopfter Abfluss kündigt sich oft durch ein verdächtiges Gluckern im Rohr an. Bevor Sie zum teuren Abflussreiniger aus dem Handel greifen, sollten Sie verstehen, welche Produkte Ihrer Gesundheit und der Umwelt schaden könnten. Viele herkömmliche Reiniger auf dem Markt sind extrem ätzend. Ein solcher Reiniger mag zwar die Verstopfung lösen, kann aber bei falscher Verwendung das Rohr oder die Dichtungen angreifen. Besonders bei modernen Nassraum-Duschwannen ist Vorsicht geboten, um die Funktion des Ablaufsystems nicht zu gefährden.
Wasser: Der Kreislauf und die Umwelt
Wenn wir über den Abfluss und das Wasser sprechen, müssen wir uns klarmachen, wohin das Wasser eigentlich fließt. Nach dem Spülen gelangt das Wasser durch das Abflussrohr in die Kanalisation und schließlich in Kläranlagen. Dort wird das Wasser gereinigt, bevor es zurück in Flüsse geleitet wird.
Ein bewusster Umgang damit, was wir in den Abfluss schütten, verhindert die Verschmutzung unserer Gewässer. Ein großes Problem in städtischen Abwassersystemen sind sogenannte „Fettberge“. In London kostete die Entfernung eines 10 Tonnen schweren Fettbergs fast 400.000 Pfund. Fett, Öle und Speisereste verfestigen sich im Abfluss und führen zu einer massiven Abflussverstopfung. Achten Sie daher darauf, keine Badeöle im Übermaß in der Badewanne oder Dusche zu nutzen und Entfettungsmittel nur sparsam einzusetzen. Auch Sonnencremes enthalten Öle, die nicht in den Abfluss gehören.
Hausmittel: Die besten Alternativen zu chemischen Reinigern
Wenn der Abfluss streikt, sind Hausmittel oft die besten Helfer. Sie sind günstig, meist im Haushalt vorhanden und schonen die Umwelt. Die Kombination aus Natron und Essig ist hierbei der absolute Klassiker.
Natron und Essig – Das Power-Duo
Die Methode ist einfach: Geben Sie eine halbe Tasse Natron (oder Backpulver) direkt in den Abfluss. Gießen Sie sofort eine halbe Tasse essigessenz (oder normalen Essig) hinterher. Es wird im Siphon sprudeln und zischen – das ist die chemische Reaktion der Essigsäure mit dem Natron, die CO2 freisetzt und den Schmutz sowie Ablagerungen im Rohr mechanisch lockert. Lassen Sie die Backpulver essig mischung etwa 15 Minuten einwirken und dann mit reichlich heißem wasser nachspülen.
Zitronensäure als Kalklöser
Gegen hartnäckige Kalkablagerungen im Abfluss hilft Zitronensäure. Sie ist eine tolle Alternative zum aggressiven Rohrreiniger aus dem Baumarkt. Mischen Sie etwas Zitronensäure mit Wasser und lassen Sie diese Mischung im Waschbecken oder der Dusche einwirken.
Waschsoda für Fettlösekraft
In der Küche ist Waschsoda besonders effektiv gegen Fett. Waschsoda ist alkalisch und löst organische Verschmutzungen hervorragend. Geben Sie zwei Esslöffel davon in den Abfluss und spülen Sie nach einiger Zeit mit heißem wasser nach.
Schritt für Schritt Anleitung: So lösen Sie jede Verstopfung
Egal ob im Waschbecken, in der Badewanne oder im Badezimmer-Bodenablauf – wenn Sie einen verstopften abfluss haben, folgen Sie dieser Schritt für Schritt Anleitung, bevor Sie einen Installateur rufen.
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Mechanische Reinigung mit der Saugglocke: Setzen Sie die Saugglocke (auch Pömpel genannt) fest auf den Abfluss. Füllen Sie das Waschbecken oder die Badewanne mit so viel Wasser, dass die Gummiglocke bedeckt ist. Bewegen Sie die Saugglocke nun schnell auf und ab. Der entstehende Druck und Unterdruck lockert die Verstopfung im Siphon. Dies ist die sicherste Methode ohne Chemie.
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Einsatz von Hausmitteln: Sollte die Saugglocke allein nicht helfen, verwenden Sie die Natron-Essig-Mischung. Eine Tasse Natron in den Abfluss, eine halbe Tasse Essigessenz darüber. Warten, bis das Sprudeln aufhört, und mit heißem wasser nachspülen.
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Reinigung des Siphons: Wenn möglich, schrauben Sie den Siphon unter dem Waschbecken ab. Halten Sie einen Eimer bereit, um das restliche Wasser aufzufangen. Reinigen Sie das Rohr von Hand von allen Ablagerungen und Haaren. Ein Profi würde hier oft auch eine Rohrspirale verwenden.
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Die Rohrspirale für tiefe Blockaden: Wenn die Verstopfung tiefer im Abflussrohr sitzt, hilft eine Rohrspirale. Führen Sie die Spirale vorsichtig in den Abfluss ein und drehen Sie sie, um den Schmutz in der Tiefe zu greifen. Passen Sie auf, das Rohr dabei nicht zu zerkratzen.
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Spülmittel als Gleitmittel: Ein kleiner Tipp der Experten: Manchmal hilft etwas Spülmittel in Kombination mit heißem wasser, um Fettpfropfen geschmeidig zu machen und wegzuspülen.
Zusammenfassung: Der Weg zum freien Rohr
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Ein verstopfter abfluss muss kein Albtraum sein. Mit den richtigen Hausmitteln wie Backpulver, Natron und Essigessenz sowie mechanischen Hilfsmitteln wie der Saugglocke lassen sich die meisten Probleme im Haushalt selbst lösen. Die Rohrreinigung sollte ein fester Bestandteil Ihrer Badpflege sein.
Achten Sie auf Ihre Umwelt und verzichten Sie so weit wie möglich auf die chemische Keule. Ein sauberer Abfluss sorgt für ein hygienisches Badezimmer und eine funktionierende Küche. Sollten alle Hausmittel und der Einsatz der Rohrspirale scheitern, ist es Zeit, einen Profi zu kontaktieren, um eine professionelle Rohrreinigung durchzuführen und das Abflussrohr vor bleibenden Schäden zu bewahren.
Besuchen Sie für weitere Informationen zur Abflussreinigung und detaillierte Anleitungen weiterhin unseren Blog. Bleiben Sie Teil der Lösung für ein sauberes Wassersystem und pflegen Sie Ihren Abfluss mit Verstand!
Haben Sie noch Fragen zur Verwendung von Waschsoda oder benötigen Sie eine weitere Schritt für Schritt Anleitung für ein spezielles Problem in Ihrem Bad? Wir helfen Ihnen gerne weiter, damit Ihr Wasser wieder ungehindert fließen kann.